Diese visuelle Prüfung kann hilfreich sein, wenn Sie einen neuen oder gebrauchten Monitor beurteilen oder nach einer Änderung Bildeinstellungen vergleichen möchten. Richten Sie den Bildschirm vor dem Start so ein, wie Sie ihn normalerweise verwenden, und halten Sie beim Prüfen der Muster den Betrachtungsabstand und die Umgebungsbeleuchtung konstant.
Mit den Verläufen können Sie vergleichen, wie Abstufungen in den verschiedenen Mustern und Einstellungen wirken. Wenn Sie ein bestimmtes Display prüfen, achten Sie darauf, bei welchem Muster sichtbare Stufen am deutlichsten auffallen.
So verwenden Sie den Farbtiefentest
- Wählen Sie „Mustermodus“, „Referenzen für Kanalstufen“ oder „Kanalverläufe“, um ein Muster auszuwählen.
- Wählen Sie „Test starten“, um den Test im Vollbild zu öffnen. Betrachten Sie die Verläufe aus Ihrem üblichen Betrachtungsabstand.
- Achten Sie auf sichtbare Übergänge oder Streifen und wechseln Sie dann mit „Zurück“ und „Weiter“ zwischen den Mustern. Sie können auch die Pfeiltasten Links und Rechts drücken. Im Vollbildmodus können Sie für „Zurück“ oder „Weiter“ auf die linke oder rechte Bildschirmhälfte tippen.
- Drücken Sie die Leertaste, um den Automatikmodus einzuschalten. Wenn reduzierte Bewegung aktiviert ist, bleibt der Wechsel manuell.
- Wählen Sie „Zurücksetzen“ oder drücken Sie R, um den Test zurückzusetzen. Drücken Sie Escape, um den Vollbildmodus zu beenden. Auf Smartphones verwenden Sie die weiterhin eingeblendete Schaltfläche „Beenden“. Der Vollbildmodus ist auch über die Vollbild-Steuerung verfügbar.
Wann Sie den Test verwenden sollten
- Einen neuen Monitor prüfen: Untersuchen Sie die Verläufe, während Sie den Bildschirm beurteilen oder solange Sie noch innerhalb der Rückgabefrist des Verkäufers sind.
- Ein gebrauchtes Display begutachten: Vergleichen Sie die Muster vor dem Kauf, um zu sehen, ob offensichtliche Unregelmäßigkeiten auffallen.
- Bildeinstellungen vergleichen: Ändern Sie jeweils nur eine Einstellung und prüfen Sie, ob die Verläufe anders wirken.
- Nach einer Änderung des Profils oder der Skalierung erneut prüfen: Sehen Sie sich die Verläufe erneut an, wenn Abstufungen oder Farben in Ihrer gewohnten Konfiguration anders wirken.
- Sichtbare Streifenbildung untersuchen: Vergleichen Sie feinere und gröbere Verläufe, um festzustellen, bei welchen Übergängen die Unterschiede am deutlichsten auffallen.
- Referenzen für Kanalstufen verstehen: Vergleichen Sie die bewusst gröberen Verläufe mit dem Verlauf mit 256 Stufen, um zu sehen, wie Abstufungen weniger gleichmäßig wirken können.
Tipps für einen aussagekräftigeren Vergleich
Behalten Sie beim Wechsel zwischen den Mustern den Betrachtungsabstand, die Raumbeleuchtung und Ihre üblichen Bildschirmeinstellungen bei. Wenn Sie Bildeinstellungen vergleichen, ändern Sie zwischen den Prüfungen jeweils nur eine Einstellung. So können Sie sichtbare Unterschiede auf diese Änderung zurückführen.
Die Verläufe mit 64 und 16 Stufen sind bewusst grobe Referenzen und geben nicht an, welche Modi der Monitor erkannt hat. Betrachten Sie den Farbtiefentest als visuellen Vergleich, nicht als Prüfung mit bestandenem oder nicht bestandenem Ergebnis. Beenden Sie den Test, wenn helle Muster Beschwerden verursachen.
Wenn Sie statt eines Problems mit Farbverläufen einen einzelnen Pixelfehler vermuten, probieren Sie den Pixelfehlertest. Für eine umfassendere visuelle Prüfung bietet der Monitortest weitere Bildschirmtests.
Grenzen des Farbtiefentests
Der Test verwendet eine 8-Bit-Leinwand. Daher kann er weder die native Farbtiefe eines Panels nachweisen noch echte Farbtiefe von Dithering unterscheiden. Die gröberen Verläufe geben nicht an, welche Hardwaremodi das Display unterstützt. Auch Profile und Skalierung können beeinflussen, wie die Muster wirken. Das Ergebnis ist daher keine kalibrierte Messung.
Wenn ein Problem in mehreren Mustern sichtbar bleibt oder im normalen Gebrauch auftritt, überprüfen Sie Ihre Bildschirmeinstellungen und wenden Sie sich an den Hersteller oder Verkäufer. Dieser Test kann Ihnen dabei helfen, den Bildschirm zu beurteilen, aber keine Hardwarediagnose stellen oder Hardware reparieren.



