Diese Prüfung ist hilfreich, wenn Sie einen neuen Monitor einrichten, einen gebrauchten Bildschirm begutachten oder feststellen möchten, ob eine Bildeinstellung das Erscheinungsbild des Displays verändert. Nehmen Sie für einen fairen Vergleich eine bequeme Sitzposition ein und ändern Sie beim Prüfen eines Musters nicht mehrere Displayeinstellungen gleichzeitig.
So verwenden Sie den Gamma-Test
- Wählen Sie den Mustermodus oder die Gamma-Referenzen und anschließend „Test starten“, um das Muster im Vollbildmodus anzuzeigen.
- Vergleichen Sie die abwechselnden Schwarz-Weiß-Linien aus bequemer Entfernung und bei nativer Zoomstufe mit den einheitlich grauen Referenzflächen.
- Wählen Sie „Zurück“ oder „Weiter“, um zwischen den Mustern zu wechseln. Auf einer Tastatur können Sie dafür auch die Pfeiltasten nach links oder rechts verwenden.
- Drücken Sie die Leertaste, um den Automatikmodus ein- oder auszuschalten. Wenn die Option für reduzierte Bewegung aktiviert ist, bleibt der Wechsel manuell.
- Wählen Sie „Zurücksetzen“ oder drücken Sie R, um den Test zurückzusetzen. Drücken Sie F, um den Vollbildmodus zu aktivieren oder zu beenden, oder drücken Sie Escape beziehungsweise wählen Sie „Vollbildmodus beenden“. Tippen Sie im Vollbildmodus auf einem Smartphone auf die linke oder rechte Bildschirmhälfte, um zwischen den Mustern zu wechseln. Eine Schaltfläche zum Beenden bleibt eingeblendet.
Wann Sie den Test verwenden sollten
- Einen neuen Monitor prüfen: Achten Sie auf unerwartete Unterschiede im Referenzmuster, solange Sie sich noch an den Verkäufer wenden können.
- Ein gebrauchtes Display begutachten: Prüfen Sie den Bildschirm vor dem Kauf kurz visuell und untersuchen Sie mögliche Auffälligkeiten anschließend mit einem geeigneten Diagnoseverfahren.
- Bildeinstellungen vergleichen: Prüfen Sie, ob eine Gamma- oder ähnliche Displayeinstellung das Erscheinungsbild der Linien und Grauflächen sichtbar verändert.
- Eine Änderung des Bildmodus überprüfen: Prüfen Sie den Bildschirm nach dem Wechsel des Modus erneut, um die sichtbare Auswirkung einzuschätzen.
- Zwei Displays vergleichen: Zeigen Sie auf beiden Bildschirmen dasselbe Muster an und halten Sie Zoomstufe und Einstellungen so ähnlich wie möglich.
- Gamma-Referenzen kennenlernen: Beobachten Sie, wie abwechselnde Linien neben einheitlich grauen Flächen wirken, ohne sich auf einen Zahlenwert zu verlassen.
- Die nächste Prüfung auswählen: Verwenden Sie das Muster als erste visuelle Prüfung, bevor Sie weitere Monitortestmuster ausprobieren.
Tipps für einen aussagekräftigeren Vergleich
Verwenden Sie, wie in den Hinweisen auf der Seite empfohlen, die native Zoomstufe und einen bequemen Betrachtungsabstand. Behalten Sie beim Wechsel zwischen Mustern Ihre Sitzposition und die Displayeinstellungen bei. Ein anderer Blickwinkel kann den Vergleich verändern.
Prüfen Sie immer nur eine Einstellung auf einmal. Wenn Sie zwischen den Ansichten mehrere Bildregler verändern, lässt sich schwer feststellen, welche Änderung das Erscheinungsbild beeinflusst hat. Eine weitgehende visuelle Übereinstimmung ist ein Vergleichswert, aber kein Beweis dafür, dass ein Display korrekt kalibriert ist.
Brechen Sie die Prüfung ab, wenn helle Muster Beschwerden verursachen. Wenn Sie anschließend weitere visuelle Prüfungen ausprobieren möchten, verwenden Sie den Monitortest.
Grenzen des Gamma-Tests
Der Gamma-Test ist eine subjektive visuelle Referenz und keine kalibrierte Messung. Er liefert keinen numerischen Gammawert und stellt für sich genommen nicht fest, ob ein Bildschirm defekt ist.
Skalierung, Kantenglättung, Dithering und Betrachtungswinkel können den Vergleich verfälschen. Eine Abweichung kann verschiedene Ursachen haben. Wiederholen Sie die Prüfung daher unter gleichbleibenden Bedingungen, statt eine einzelne Ansicht als Diagnose zu betrachten. Für eine gemessene Farbgenauigkeit sollten Sie ein Hardware-Kalibriergerät mit geeigneter Kalibrierungssoftware verwenden. Bei einem vermuteten physischen Defekt ist möglicherweise ein anderes Diagnoseverfahren oder die Unterstützung des Herstellers geeigneter.



